Die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz ist ein kunsthistorisches Museum im Herzen der Stadt Konstanz. Sie verdankt ihre Existenz Ignaz Heinrich von Wessenberg, dem letzten Verweser des ehemaligen Bistums Konstanz, und befindet sich in dessen Wohnhaus mitten in der Altstadt – nur wenige Schritte vom Münster entfernt.
Die Wessenberg-Galerie beherbergt eine hochrangige Kunstsammlung. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Kunst des 19. und 20. Jahrhundert und reicht bis in die Gegenwart hinein, mit besonderem Fokus auf den südwestdeutschen Raum. Mit rund 250 Quadratmetern steht der Wessenberg-Galerie eine vergleichsweise kleine Ausstellungsfläche zur Verfügung, weshalb eine dauerhafte Präsentation der Sammlung nicht möglich ist. Stattdessen werden jährlich bis zu drei Sonderausstellungen gezeigt, die ausgewählte Werke des Sammlungsbestands öffentlich zugänglich machen.
Im zweiten Obergeschoss erinnern das Wessenberg-Gedächtniszimmer an den Namensgeber und das Hans Meid-Kabinett an den bekannten badischen Graphiker.
Die Wessenberg-Galerie gehört zu den Städtischen Museen Konstanz. Weitere Informationen zu den Häusern und ihren Ausstellungen finden Sie hier.
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Leiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie
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Franziska.Deinhammer@konstanz.de

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Wissenschaftliche Volontärin
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Besucher*innenservice
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Jasmin Ahmad, Astrid Baitz, Andreas Bayer, Natalia Eremin-Sotnikova, Martin Gürtler, Vivien Wagner, Tamara Ziger
+49 7531 900 2921
Geschichte
Die Städtische Wessenberg-Galerie verdankt ihren Namen und ihre Existenz einer der prägenden Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts in Konstanz: Ignaz Heinrich von Wessenberg (1774–1860). Als Generalvikar und letzter Verweser des Großbistums Konstanz stand er für eine aufgeklärte Kirchenpolitik. Während seiner Amtszeit reformierte er die Pfarrerausbildung, warb für ökumenische Offenheit, pflegte aber auch vielseitige künstlerische Interessen und prägte damit das geistige Leben der Stadt weit über seine kirchlichen Aufgaben hinaus.
Wessenberg war kunstinteressiert, sammelte Kupferstiche, Lithographien und Gemälde, die er auf zahlreichen Reisen erwarb. Mit einigen zeitgenössischen Künstler*innen war er freundschaftlich verbunden. Bei Johann Jakob Biedermann gab er beispielsweise die „Ansicht von Lindau“ in Auftrag, der Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder verhalf er als erster deutscher Frau zu einem Akademiestudium.
Nach seinem Tod vermachte er der Stadt Konstanz nicht nur sein stattliches Wohnhaus gegenüber dem Münster, sondern auch seine umfangreiche Bibliothek und die rund 600 Blatt umfassende Kupferstichsammlung. Seine ebenfalls beachtliche Gemäldekollektion erwarb der badische Großherzog, verfügte jedoch, dass diese zu Volksbildungszwecken in Konstanz bleiben sollte. Dieses Erbe bildete den Grundstock für eine städtische Sammlung, die fortan im Wessenberghaus ausgestellt wurde und im Laufe der Zeit durch weitere Schenkungen und Ankäufe stetig anwuchs.
1907 hinterließ der aus Dänemark stammende Bankier Wilhelm Brandes, dem Konstanz zur Wahlheimat geworden war, der Stadt seine wertvolle Kollektion europäischer Handzeichnungen, die internationalen Ruf genießt. Auch die Übernahme eines umfangreichen Konvoluts von Entwürfen und Zeichnungen des Barockbildhauers J.A. Feuchtmayer und seiner Werkstatt stellte einen bedeutenden Zugewinn dar. Daneben wurden seit der Jahrhundertwende vor allem Gemälde, Graphiken und Plastiken von Künstler*innen aus der Bodenseeregion bzw. Südwestdeutschlands erworben, ein Konzept, an dem bis heute festgehalten wird.
Im Jahr 1991 kam die Wessenberg-Galerie als eigene Abteilung zu den Städtischen Museen Konstanz, zu denen auch das Rosgartenmuseum, das Hus-Haus und das Bodensee-Naturmuseum gehören.


