Ignaz Heinrich von Wessenberg

Das Wessenberg-Gedächtniszimmer erinnert an den Namensgeber der Galerie – mit wechselnden Präsentationen seiner Sammlung.

1774 –
1860

Das Gedächtniszimmer

Das Gedächtniszimmer macht Leben und Wirken von Ignaz Heinrich von Wessenberg erlebbar. Ergänzend dazu werden regelmäßig Werke aus seiner Sammlung präsentiert

aktuell zu sehen

Genreszenen und Tronien im Niederländischen Stil

Die Wessenberg-Galerie bewahrt heute rund 150 Gemälde aus dem Nachlass ihres Namensgebers. Davon stammen 31 Werke von flämischen und holländischen Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter Vertreter der Utrechter, Flämischen und Holländischen Schule. Viele dieser Bilder erwarb Wessenberg auf seinen Reisen.
Genrebilder mit Menschen in alltäglichen Situationen, etwa beim Tischgebet oder Kartenspiel, gehören zu den typischen Bildgattungen nordischer Maler. Eine weitere typische Kategorie sind Tronien, Darstellungen von Köpfen oder Menschen im Brustprofil. Es handelt sich dabei nicht um Portraits einer bestimmten Person zum Zweck der Repräsentation, sondern um sogenannte „Charakterköpfe“, die einen Wesenszug oder eine Altersgruppe wie Kinder oder alte Menschen zur Geltung bringen. Die Gesichtszüge in Tronien sind nicht selten in einer Bewegung eingefroren oder zeigen Personen in auffälliger Kostümierung oder ausdrucksstarker Mimik. Tronien dienten den Künstler*innen als Studienköpfe für mehrfigurige Kompositionen, wurden aber auch als eigenständige Bildschöpfungen für den Kunstmarkt geschaffen.
Nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe arbeitete Meid zunächst für die berühmte Meißner Porzellanmanufaktur, bevor er 1908 nach Berlin ging, um dort als freischaffender Künstler zu wirken. Er fand Anschluss an das aktuelle Kunstgeschehen und begann sich zunehmend am Impressionismus zu orientieren. Er rückte die Druckgraphik in den Mittelpunkt seines künstlerischen Interesses und beherrschte innerhalb kurzer Zeit das gesamte Ausdrucksspektrum dieser Technik.