Flower Power, 68-Revolte, Frauen- und Anti-Atomkraft-Bewegung: Die Jahre zwischen 1965 und 1985 waren eine Zeit bedeutsamer gesellschaftlicher Umbrüche und Veränderungen, die bis heute nachwirken. Auch in der Kunst brach in den 60er-Jahren eine neue Ära an. Künstler*innen lösten sich vom traditionellen Kunstverständnis und suchten neue, unkonventionelle Wege: zahlreiche Kunstrichtungen – Pop, Op, Minimal, Arte Povera, Land Art, Fluxus, Happenings und Konzeptkunst – entstanden, die auch in den öffentlichen Raum hineinwirkten. Kunst sollte für alle zugänglich und erschwinglich sein. Unsere Sommerausstellung beleuchtet die spannenden Aspekte und Strömungen der Kunst in Konstanz zwischen 1965 und 1985. Sie lenkt den Blick auf die eigene Sammlung und wird von wenigen privaten Leihgaben ergänzt. Werke bekannter KünstlerInnen wie Burkhart Beyerle, Tabea Blumenschein, Johannes Dörflinger, Wolfgang Glöckler, Erich Keller, Ulrike Ottinger und Otto Piene werden ebenso präsentiert wie Positionen weniger bekannter KünstlerInnen wie Anna Diederichs, Elisabeth Honold, Peter und Ille Wieczorek(-Bartelt) sowie Werke der für die Kunst-am-Bau der neuen Universität Konstanz tätigen deutschen KünstlerInnen, die es zu entdecken lohnt. Eine Zeitung zum Mitnehmen führt gedanklich zurück in diese zerrissene, stürmische und außergewöhnliche Zeit.