Robert Weise. 1870-1923

Der Maler Robert Weise, der von 1901 bis 1906 in Gottlieben am Schweizer Ufer des Untersees lebte, ist heute wenig bekannt – vor etwas mehr als hundert Jahren war das anders: Weise zählte damals zu den Mitgliedern der vielbeachteten Münchner Künstlergruppe Scholle. Seine deutschlandweiten Erfolge – die Museen in Berlin, Konstanz, München, Münster und Stuttgart erwarben seine Werke – trugen dazu bei, dass das idyllisch gelegene Fischerdorf Kunstliebhabern zum Begriff wurde. Die Darstellung von Natur und Landschaft beschäftigte Weise zeitlebens; daneben war er als Salonmaler gefragt und schuf repräsentative Portraits von Adel und hochstehen dem Bürgertum. Die Wessenberg-Galerie Konstanz hat sich auf Spurensuche begeben und erinnert an den vielseitigen Maler.