Heinrich Schmidt-Pecht. 1854-1945

Heinrich Schmidt-Pecht, 1854 in Konstanz geboren und dort 1945 gestorben, stellte sein Leben ganz in den Dienst der Kunst. Über ein halbes Jahrhundert zählte er zu jenen Persönlichkeiten, die das kulturelle Geschehen in der Bodenseestadt dominierten. Unter dem Titel „Kunst, Keramik und Konflikte“ stellt die Ausstellung nicht nur Heinrich Schmidt-Pechts eigenes künstlerisches Schaffen vor, sondern zeigt auch auf, wie sich die Sammlung der Galerie unter seiner Leitung entwickelte. Heinrich Schmidt-Pecht war ein streitbarer Geist, der seine Überzeugungen nachdrücklich vertrat. Seine 1939 in wenigen Exemplaren erschienenen „Erinnerungen aus einem langen Leben in der Heimatstadt Konstanz“, die anlässlich der Ausstellung erstmals in Auszügen kommentiert und reich bebildert aufgelegt werden, zeichnen das facettenreiche Bild eines kunstbegeisterten und engagierten, aber keineswegs unumstrittenen Mannes. Damit beleuchten Katalog und Ausstellung ein bisher wenig beachtetes Kapitel Konstanzer Kunstgeschichte, das in seiner Bedeutung jedoch weit über den Bodenseeraum hinausweist.