Franz Lenk, der 1898 in Langenbernsdorf in Sachsen geboren wurde und 1968 in Schwäbisch Hall starb, zählt zu den herausragenden Vertretern neusachlicher Malerei und einer neuen Romantik, die Ende der 1920er-Jahre einsetzte. In der Zeit der Weltwirtschaftskrise trafen Lenks in altmeisterlicher Technik gemalten, stillen und naturverbundenen Bilder den Nerv der Zeit. Vor allem seine Landschaften – darunter zahlreiche Darstellungen der von ihm geliebten Bodenseegegend – beziehen sich auf künstlerische Vorbilder vergangener Epochen und öffnen sich zugleich weiterreichenden Deutungsspielräumen. Die Ausstellung, die Bilder aus 18 öffentlichen und privaten Kollektionen versammelt, präsentiert Lenks Werk im Überblick und zeigt Portraits, Stillleben und Landschaften. Werke seiner Künstlerkollegen aus der Gruppe „Die Sieben“ ergänzen die Darstellung. Biographische und kunsthistorische Erkenntnisse, unter anderem zu Lenks Weltsicht und deren Manifestation in seiner Malerei sowie zur ambivalenten Haltung des Künstlers in den Jahren 1933 bis 1945, komplettieren das Bild eines bislang weitgehend unterschätzten Künstlers des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Dresden.