Mit der Gründung der Weimarer Republik wurde in Deutschland die rechtliche Gleichstellung von Männern und Frauen festgeschrieben. Von nun an mussten Kunsthochschulen Frauen zum Studium zulassen. Seit dem 19. Jahrhundert war die Zahl professionell arbeitender Künstlerinnen stetig gestiegen, doch sie hatten mit vielfältigen gesellschaftlichen und privaten Widerständen zu kämpfen. Auch an den deutschen Ufern des damals noch weitgehend ländlichen Bodensees waren zahlreiche talentierte Künstlerinnen tätig. Unsere Sommerausstellung rückt zehn von ihnen in den Fokus – sie alle folgten entschlossen ihrer Berufung und machten die Kunst zu ihrem Beruf. Mit Werken von Marie Ellenrieder, Elise Brunner, Berta Dietsche , Amalie Vanotti, Agnes Susanne Scheuermann, Ilna Ewers-Wunderwald, Gertraud Herzger von Harlessem, Katahrina Weißenborn, Elisabeth Mühlenweg und Nelly Dix.