ZUR AUSSTELLUNG
Bewegung und Tanz faszinieren Künstlerinnen und Künstler seit jeher. Kaum ein anderes Ausdrucksmittel steht so unmittelbar für Lebensfreude und Rausch, für Gemeinschaft und Ekstase. Zugleich ist der Tanz ein Spiegel gesellschaftlichen und künstlerischen Wandels: Er erzählt von Ritualen und Konventionen, von Freiheit und Aufbruch, von neuen Körperbildern und dem Wandel unserer Vorstellungen von Bewegung.
Lebensfreude und Rausch lädt zu einer Reise durch mehrere Jahrhunderte der Kunstgeschichte ein – vom Rokoko bis in die Gegenwart. Die Ausstellung führt von der italienischen Commedia dell’Arte über Ballett und Spitzentanz bis zu seinem Wandel zum Ausdruckstanz. Lebensreform und die „Goldenen Zwanziger“ prägen ein neues Körpergefühl und die Ästhetik des modernen Tanzes. Hans Thomas „Kinderreigen“ zählt zu den Ikonen der deutschen Kunstgeschichte, genauso wie Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett“, dessen Tänzerinnen und Tänzer zu raumplastischen Figuren werden. Der postmoderne Tanz verwandelt Alltagsbewegungen in neue choreographische Formen.
Die facettenreiche Ausstellung versammelt Werke vom Rokoko bis zur Gegenwart. Künstlerinnen und Künstler wie Joseph Anton Feuchtmeyer, Franz Anton Bustelli, Marie Ellenrieder, Hans Thoma, Erich Heckel, Oskar Schlemmer, Walter Eberhard Loch, Walter Waentig, HAP Grieshaber und Daniel Wagenblast fangen die menschliche Figur in tänzerischer Bewegung ein.
Die Exponate stammen aus den Sammlungen der Städtischen Wessenberg-Galerie und des Rosgartenmuseums Konstanz sowie aus zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) Winterthur, Kunstsammlung Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW), Heinz-Bosl-Stiftung München, Gemeinde Salem, Kunstmuseum Henselmann Sigmaringen-Laiz, Museum Sammlung Nuss Weinstadt-Strümpfelbach, Sammlung Christoph Seeger, Atelier Daniel Wagenblast, Atelier Thomas Hildenbrand.