ZUR AUSSTELLUNG
Der Wandel der Jahreszeiten hat Malerinnen und Maler seit jeher zu eindrucksvollen Landschaftsbildern inspiriert. Dabei verwundert es nicht, dass gerade der Winter mit großer Hingabe auf die Leinwand gebannt wurde, ist er doch mit seiner weißen Pracht ein besonders reizvolles Thema. Die Ausstellung zeigt etwa 60 Winterbilder aus dem Bestand der Dr. Axe-Stiftung und spürt der Schönheit und Ausdruckskraft verschneiter Landschaften nach.
Die Landschaftsmalerei war früh ein Schwerpunkt der Düsseldorfer Malerschule, der sich die Sammlung der Dr. Axe-Stiftung widmet. Seit den Anfängen des im Jahr 1827 gegründeten „Landschaftlichen Componirvereins“ gingen die Künstler zum Malen ins Freie, auch in den frostigen Monaten. Einige spezialisierten sich sogar auf das Schneebild. Vor allem die Schüler von Wilhelm Schirmer, wie Carl Hilgers, Gustav Lange und Carl Ludwig Scheins sind hier zu nennen. Orientiert an den Werken der alten niederländischen Meister des 16. und 17. Jahrhunderts, an Spezialisten des Faches wie Pieter Bruegel d. Ä., Hendrik und Barent Avercamp oder Gysbrecht Leytens, schilderten auch die Düsseldorfer Maler den Winter mit großer Erzählfreude. Den Betrachtenden wurden dabei gleichermaßen Unterhaltung und moralisierende Unterweisung geboten. Auch die jüngeren Düsseldorfer Landschaftsmaler, die Vertreter der impressionistischen Freilichtmalerei, wie Olof Jernberg und Helmuth Liesegang, malten Winterlandschaften. In ihrem Fokus standen die Wiedergabe des Sonnenlichts und die Demonstration der nuancenreichen Farbigkeit der kalten Jahreszeit.

Verschneite Klanglandschaften
Immersive Installation
Ab dem 8. November 2025 (Kunstnacht) erweitert ein immersiver Raum im 2. Obergeschoss der Wessenberg-Galerie die Ausstellung: In Kooperation mit der Bodensee Philharmonie entsteht eine Installation, die sowohl visuell als auch akustisch die winterliche Atmosphäre intensiviert. Umgeben von bewegten, digital projizierten Winterlandschaften entsteht ein immersiver Bildraum, der sich je nach musikalischer Atmosphäre immer wieder neu erschließt. Musiker*innen der Bodensee Philharmonie haben für diesen Raum vielfältige Klangwelten eingespielt – von klassisch bis experimentell. Die wechselnden musikalischen Loops verändern die Wahrnehmung der projizierten Werke, eröffnen neue Perspektiven und schaffen einen Raum des Innehaltens und Reflektierens.
Zur Eröffnung der Installation in der Kunstnacht am Samstag, 8. November 2025, um 20 Uhr wird die Musik von Musiker*innen der Bodensee Philharmonie vor Ort live interpretiert. Weitere Aufführungen finden im Rahmen der Exzellenzwoche „Zukunftsmusik“ der Bodensee Philharmonie am Mittwoch, 12. November sowie am Samstag, 15. November, jeweils um 19 Uhr, statt. Der Besuch der Live-Acts ist kostenfrei. Tickets müssen vorab bei der Bodensee Philharmonie im Kartenbüro oder online reserviert werden.
